Inspiration & Reisetipps

Trekking & Wandern: Alles was Du als Einsteiger wissen solltest

Der Bezug zu einem Land findet nicht nur über Menschen und Kultur statt, sondern entsteht auch über Erlebnisse in der Natur – auf Pfaden und Trails entlang windiger Küsten, durch sanftes Bergland und immergrüne Tropen. Du bist neugierig, aber weißt nicht so recht wie Du starten sollst? Wir bereiten Dich auf Dein Outdoor-Erlebnis vor. Ganz einfach, Schritt für Schritt.

Veröffentlicht von WeDesignTrips | Mai 2017


Die Grundlagen für Dein Abenteuer in der Natur

Die richtige Route

Der erste Schritt ist gleichzeitig einer der wichtigsten: Finde eine angemessene Tour, die Deinen körperlichen, wohl aber auch Deinen psychischen Kapazitäten entspricht. Entscheidungskriterien dafür sind Distanz, Höhenunterschied, Klima und Untergrund.

Als frischer Weltenwanderer empfiehlt sich ein sanfter Start – etwa in Form von Tagestrips oder mehrtägigen Wanderungen mit kurzen Tagesetappen. Ganz wichtig: Wandere mit einem erfahrenen Freund oder Partner, von dem Du profitieren kannst und der Dich einschätzen kann, oder schließe Dich einer geführten Wandergruppe an.

 

Bekleidung - Das Zwiebelschalen-Prinzip

Bei guter Kleidung solltest Du nicht sparen, denn sie hat eine Reihe an Aufgaben zu erfüllen. Neben der Regulierung der Körpertemperatur und dem Schutz vor Witterung sollte Deine Kleidung auch leicht, widerstandsfähig und vor allem bequem sein.

Am besten lässt sich dies mit mehreren Bekleidungsschichten erzielen, bestehend aus atmungsaktiver Unterwäsche, einer Mid-Layer Jacke oder Weste kombiniert mit einer wind- und wasserdichten Überjacke. So bist Du anpassungsfähig für die Launen des Wetters – beispielsweise auf den Trekkingrouten Islands & Patagoniens oder bei Tropenwanderungen in Ecuador

 

Pro-Tipp: Auch die Materialität Deiner Bekleidung ist wichtig. Unterwäsche und Mid-Layer aus Schafswolle (Merino) trocknen rasch wenn feucht, sind geruchsneutral (auch nach einer Woche intensiven Trekkings) und halten warm. Die teuren Anschaffungskosten machen sich schnell bezahlt.

 

Gutes Schuhwerk = empfindlicher Preis

An dieser Gleichung lässt sich nicht viel ändern. Gut verarbeitete Wanderstiefel sind meist teuer aber notwendig, besonders wenn Du länger unterwegs bist. Als Einsteiger solltest Du darauf achten, dass Deine Schuhe bis mindestens über Deine Knöchel reichen. So werden Deine Füße zusätzlich stabilisiert – bekanntlich werden die Sehnen bei längeren Wanderungen müde und man neigt dazu umzuknicken.

Pro-Tipp: Wanderschuhe kauft man nicht im Onlineshop, sondern im Schuhfachgeschäft, wo sie vor Ort anprobiert und mittels Einlagesohlen angepasst werden können.

 

Der Rucksack

Zum Wandern, Trekking und Campen gehört dazu, dass man zumindest einen Teil der Ausrüstung selbst trägst. Dabei müssen schwere Lasten über mehrere Stunden geschleppt werden. Ein guter Rucksack ist da unabdingbar. Was macht ihn aber aus?

Tragesystem: Wichtig ist ein gutes Tragesystem, das auf Deinen Körper angepasst werden kann. Achte auf breite Trageriemen, damit die Last besser verteilt werden kann.

Volumen: Du bist mit einer geführten Trekking-Gruppe in Nepal unterwegs und benötigst nur einen Tagesrucksack? 35-40 Liter Packvolumen sollten ausreichen. Du wagst Dich mehrere Tage durch die Andenwelt Perus? Kalkuliere mit einem 50+ Liter Rucksack.

Lastverteilung:
Eine Faustregel beim Rucksackpacken ist, schwere Gepäcksstücke (etwa Zelt, Wasserbeutel etc.) so nahe wie möglich am Körper und so weit oben wie möglich im Rucksack zu verstauen. So bleibt der Schwerpunkt Deiner Last über Dir. 

 

Rucksackpacken – So wenig wie möglich, so viel wie nötig

Packlisten & Packtipps gibt es im Internet zur Genüge. Der gemeinsame Nenner aller Artikel: Sei radikal was Dein Gepäck angeht. Du wirst es Dir selbst danken. Außerdem: Dank Globalisierung gibt es alle Deine Lieblingsprodukte auch am Markt in Argentinien, solltest Du wirklich glauben, etwas unbedingt zu benötigen.

 

Pro-Tipps: Eine Zahnpasta-Tube reicht auch für mehrere Personen einer Trekkinggruppe. Genauso wie das Kochgeschirr. Lass unnötige Verpackungen weg, wie beispielsweise beim Essen. Viele solcher scheinbar kleinen Reduzierungen summieren sich am Ende auf. Es lohnt sich. Sei radikal! Siehe dazu unseren Artikel über die unnötigsten Dinge, die Du von Deiner Packliste streichen solltest

 

Essen & Trinken To Go

Dein Körper ist wie eine Maschine. Keine Nahrung, keine Leistung. Also sieh zu, dass Du ausreichend Verpflegung dabei hast, besonders wenn Du länger unterwegs bist. Dein Proviant sollte nahrhaft, leicht, kompakt und einfach zubereitbar sein. Für längere Wandertouren mit Übernachtung gibt es eigene Verpflegung, die allerdings ein wenig teurer ist. Schokolade ist immer gut bei Zuckerabfall oder als moralische Unterstützung. Sieh außerdem zu, dass Du ausreichend Flüssigkeit zu Dir nimmst. Beachte, dass nicht überall trinkbares Wasser vorhanden ist.

Pro-Tipp:
Behalte Dir eine eiserne Proviant-Reserve in Form eines Energy-Riegels für Notfälle. Das macht vor allem Sinn, wenn Du alleine unterwegs bist. Man weiß nie …

 

Der angemessene Schritt

Um genießen zu können, muss man sich Zeit lassen. Genauso verhält es sich mit dem Wandern in der Natur. Dabei geht es darum einen Rhythmus zu finden, der eine Beobachtung der Umgebung zulässt und keinen an die physischen Grenzen treibt.

Beim Wandern in der Gruppe sollte Rücksicht auf die Schwächeren genommen und „Ausreißer“ zur Mäßigung gebeten werden. Nur so schafft man Harmonie. Regelmäßige Stopps zum Trinken und Essen sollten eingehalten werden.

Pro-Tipp: Probleme mit dem Rhythmus finden? Mit ein wenig Musik im Ohr klappt’s bestimmt. Die Frage ist nur, ob Du nicht lieber den Lauten der Natur lauschen willst?

 

Orientierung

Auch wenn Du mit einem Guide unterwegs bist macht es Sinn zu wissen wo man ist. Navigations-Apps am Smartphone funktionieren auch ohne Netzempfang rein über GPS. Eine zusätzliche topografische Karte des Gebiets schafft Dir Unabhängigkeit von Akkulaufzeiten. Halte die Augen zudem offen für markante Punkte in der Landschaft wie Felsen, einen bestimmten Baum oder eine Brücke. So vermeidest Du, Dich zu verirren. 

 

Wetterlage = Stimmungslage

Regen, Kälte, Hitze oder Sturm können Dein Wandererlebnis schnell zum unangenehmen Abenteuer werden lassen. Besonders als frischer Weltenwanderer solltest Du deshalb aufmerksam sein, was sich oberhalb von Dir so tut.

 

Vor der Tour: Wettervorhersagen prüfen und anhand dessen die passende Ausrüstung wählen. Schrecke nicht davor zurück, Deine Pläne zu ändern, falls nötig.

Während der Tour:
Behalte das Wetter im Auge. Bei einer rapiden Verschlechterung der Verhältnisse solltest Du umdrehen oder Unterschlupf suchen.

 

Sicher wieder nach Hause

Vergiss nicht Freunden oder Familie mitzuteilen, wohin Du dich auf den Weg machst – besonders wenn Du alleine unterwegs bist. In großen Nationalparks empfiehlt es sich etwa, Deine Tour bei den örtlichen Rangers anzumelden. So gehst Du auf Nummer sicher, dass Du sicher wieder nach Hause kommst.

 


Fazit: Ausflüge in die Natur sind eine wahre Bereicherung für Körper und Geist und schaffen einen Bezug zur Umgebung – egal ob zu Hause oder in einem anderen Land. Eine Erfahrung, die Du keinesfalls auslassen solltest. Die obenstehenden Punkte sollten dir die Vorbereitung schon mal erleichtern. Mehr Infos gefällig? Verpass nicht unseren Beitrag zu den 6 nützlichsten Hiking-Hacks mit wertvollen Tipps für Einsteiger und Erfahrene.

Ach ja, Blasenpflaster nicht vergessen ;)

 


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